LiteraTour 9:
Magglingen - Twannberg - Twannbachschlucht - Twann

Was Dürrenmatt in «Der Richter und sein Henker» nicht geschrieben hat.

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Route: Magglingen - Twannberg - Twannbachschlucht - Twann.
Durchgängig gut markierte Wald- und Feldwege, wenig Hartbelag. Abstieg durch die Twannbachschlucht gut gesichert mit Geländern, aber glitschig. An schönen Sonntagen stark begangen. Vom Bahnhof Biel geht man nach links über den Bahnhof- und Uraniaplatz, folgt dann der Viaduktstrasse zur Seevorstadt und findet linkerhand die Talstation der Magglingenbahn.
Bei der Bergstation zeigt der Wegweiser nach links zur Eidgenössischen Turn- und Sportschule (ETS), von deren Aussichtsterrasse man einen weiten Blick geniesst auf Biel, das Berner Mittelland und die Alpen. Im Winterhalbjahr oft über dem Nebelmeer. Die alte Kurhauspromenade führt dann in den Wald und auf angenehmem Naturbelag westwärts, immer wieder mit Ausblick zwischen den Bäumen, bis zur Magglingenmatte mit schönen Picknick-Plätzen. Auf dem Fahrweg geht es weiter westwärts und an der nächsten Weggabelung links in einen Tannenwald, dann bei der Wegspinne am Waldaustritt geradeaus und durch die offenen Wiesen und Felder des Twannbergs zur Ferienhaussiedlung. Nach dem Besucherparkplatz wählt man bei der Wegspinne am Waldrand den mittleren Weg und gelangt nordwärts auf den «Muliweg», einem aus dem Mittelalter stammenden, gepflästerten Karrenweg, der zu den alten Mühlen an der Tessenbergstrasse hinunterführt.
Unterhalb des Schlucht-Restaurants kreuzt man den Twannbach und betritt auf schmalem,aber gut gesichertem Weg die Schlucht, die zunehmend enger und eindrücklicher wird: In den Felsen gehauen, führt er unter mächtigen Felsvorsprüngen durch. Vom Känzeli am Schluchtende gelangt man über eine Treppe, vorbei am Twannbachfall, via Klein-Twann zur Bahn- und Schiffsstation. Von Klein-Twann lässt sich die Wanderung fortsetzen auf dem Rebenlehrpfad ins hübsche Winzerdorf Ligerz (0,5 h) mit der schön gelegenen Kirche.


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Variante: Von Magglingen kann man auch über die Hohmatt auf den Twannberg wandern (1,5 h): Dank Hartbelag gut für Kinderwagen, aber ungeeignet für Rollstühle wegen der Autobarriere. Eine kürzere Wanderung durch die Twannbachschlucht ist auch wie folgt möglich: Vom Winzerdorf Ligerz mit der Standseilbahn nach Prêles. Das Dorf Richtung Lamboing durchqueren und am Dorfende rechts in den Wald biegen. Wanderwegzeichen und Holztafeln mit der Aufschrift «Gorge de Douanne» führen in die Schlucht. (Blickt man beim Waldeingang nach links, sieht man auf dem weiten Feld ein einzelnes Haus, das von Bäumen umgeben ist. Das Gebäude diente Dürrenmatt als Vorlage für die Villa von Gastmann).


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Wanderinfos
Einstufung:

Gehzeit: 3 h (Bahnhof Biel-Magglingenbahn 15 min, Magglingen-Twannberg 1,5 h, bis Twann 1,5 h).
Höhendifferenz : 440 m Abstieg.
Beste Jahreszeit: Ganzes Jahr begehbar; im Herbst/Winter oft über dem Nebel. Dürrenmatts Kriminalroman beginnt am 3. November 1948.
Karte: Landeskarte 1:50 000, Blatt 232 Vallon de St.Imier
An- und Rückreise: Mit den SBB nach Biel (26 Minuten ab Bern, Fahrplanfeld 260, 1,5 h ab Zürich, Fahrplanfeld 410), von Biel mit Standseilbahn nach Magglingen (Fahrplanfeld 2022).
Ab Twann mit dem Zug (9 Minuten, Fahrplanfeld 210) oder mit dem Schiff ( 25Minuten, Fahrplanfeld 3214) zurück nach Biel.


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Essen: Das behindertengerechte und familienfreundliche Hotel mit Feriendorf Twannberg bietet ein Restaurant mit grosser Terrasse, einen Streichelzoo mit Lamas und Zwergziegen, einen Kinderspielplatz mit Ballspielwiese (für Restaurantgäste) und ein öffentliches Hallenbad. Das Restaurant «Schlucht» in Les Moulins (in den siebziger Jahren neu gebaut) ermöglicht eine Stärkung vor dem heikleren Teil der Wanderung. Und in Twann versorgen mehrere grosse Restaurants die sonntäglichen Ausflugsscharen mit Bielerseefelchen, die im spritzigen Weisswein aus den umliegenden Weinbergen schwimmen müssen.

Schlafen: In Magglingen: Forum Post Magglingen, 2532 Magglingen (DZ sFr. 180 – 190.-, EZ sFr. 105 – 130.-, Tel. 032 329 17 17, Fax 032 329 17 18). En route: Hotel Feriendorf Twannberg, 2516 Lamboing (DZ sFr. 140 – 160.-, EZ sFr. 90 – 100.-, Tel. 032 315 01 11, Fax 032 315 27 74, E-Mail info@twannberg.ch). In Twann: Hotel Bären Twann, 2513 Twann (DZ sFr. 150 – 220.-, EZ sFr. 115 – 150.-, Tel. 032 315 20 12, Fax 032 315 22 92, www. baeren-twann.ch). In der Umgebung: Hotel St. Petersinsel, 3235 Erlach (DZ sFr. 150 – 210, EZ sFr. 90 – 120, Tel. 032 338 11 14)

Weiterführende Informationen: Tourismus Biel Seeland, 2501 Biel, Tel. 032 322 75 75, Fax 032 323 77 57, www.biel-seeland.net.

Tipps
Besonders beliebt ist das idyllische (wenn auch von der Autostrasse arg beeinträchtigte) Dorf Twann an den beiden Lesesonntagen und dem Winzerfest «Trüelete» im Spätherbst. Anstatt nach Biel kann man von Twann mit dem Schiff auch auf die Petersinsel fahren (20 Minuten, Fahrplanfeld 3214) und im Hotel St. Petersinsel, das in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist, übernachten oder von dort via Erlach und Ins nach Bern zurückkehren.

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Website zum Buch «Mordsspaziergänge»
2001 © Website Regula Späni | © Fotos Willi Brand