Das Buch - die Idee
Was am Spazieren kriminell sein kann

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Buchcover Meistens ist es November und neblig. Meistens gibt es mehr als einen Toten. Und meistens liest man sie zu Hause unter der Bettdecke, am Küchentisch, in der Badewanne, wenns draußen regnet oder stürmt. Kriminalromane. Man schließt sie ins Herz, die Studers, Bärlachs, Stuckis, Guntens und wie sie alle heißen. Man seufzt, wenn das Buch fertig ist, und steigt durchweicht aus der Badewanne. Dabei beginnt das eigentlich Spannende erst, wenn man den Küchentisch verlässt, die Wanderschuhe schnürt und sich an den Tatort begibt.
Vor bald zehn Jahren haben wir, die beiden Herausgeber, zum ersten Mal Kriminalromane als Reiseführer benutzt. Echte Leichen haben wir keine gefunden, dafür Tatorte und Atmosphären. So zum Beispiel bei Friedrich Glausers »Matto regiert«. Der Roman spielt in der Heil- und Pflegeanstalt Randlingen, die in Realität dem heutigen Psychiatriezentrum Münsingen entspricht. Und dort hinter den roten Backsteinmauern spürten wir die von Glauser beschworenen Stimmungen noch immer. Ähnliches geschah in der Gartenbauschule Oeschberg bei Burgdorf. Dort ging Glauser ein Jahr zur Schule, dort spielt sein Kriminalroman »Der Chinese«. Vor Ort, im Gespräch mit einem ehemaligen Schulkollegen Friedrich Glausers, wurden der Roman, der Tatort und Glausers Leben lebendig.


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Das funktionierte nicht nur bei den Studerromanen, sondern auch bei den Kriminalromanen von Friedrich Dürrenmatt, Sam Jaun, Alexander Heimann, C. A. Loosli, Arthur Conan Doyle, Walter Vogt, Paul Townend, Peter Zeindler, Beat Brechbühl und Werner Schmidli. An ihre Fersen haben sich acht weitere Autorinnen und Autoren geheftet, haben Quellen recherchiert und mit Zeitzeugen gesprochen, Stimmungen gefunden und sich mit Schriftstellern, Landschaften und Leuten auseinander gesetzt. Daraus sind die vorliegenden dreizehn Mordsspaziergänge entstanden.

Elf Spaziergänge führen durch Gegenden des Kantons Bern. Zwei durch den Freiburger Seebezirk und seine Umgebung. Diese Bernlastigkeit hat ihren Grund: Fast die Hälfte der fiktiven Morde der Schweiz wurden hier begangen. Im Emmental, im Berner Oberland, in der Stadt Bern oder im Seeland. In den Chrächen, Tälern und einsamen Höfen, aber auch in den Patrizierhäusern, Nobelhotels und Hochhaussiedlungen dieses bhäbigen Kantons. Abseits der gängigen Postkarten-Idyllen hat der Fotograf Willi Brand Stimmungsbilder dieser Berner Landschaften eingefangen. Und damit auch das Ohr auf seine Kosten kommt, liegt diesem Buch eine CD bei. Sie enthält einmalige Aufnahmen unter anderem aus dem Archiv von Schweizer Radio DRS und macht das Spaziererlebnis vor Ort oder im Lehnstuhl auch zum Hörerlebnis.


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Kriminalromane sind sinnliche Bücher. Da knallts, »mönschelets« und »tötelets«. Spazieren ist eine Art der Fortbewegung, die den menschlichen Sinnen angepasst ist. Gemäß Duden ist ein Spaziergang ein Gang zur Erholung und zum Vergnügen. »Mordsspaziergänge« ist ein Spazierbuch mit Vorsatz. Gedacht für all jene, die einem faulen Sonntag Würze geben wollen.

Zürich/Bern im Mai 2001
Dominique Strebel und Patrik Wülser


Am Ende eines jeden Textes werden jeweils die reinen Wander-Informationen in einem speziellen Teil zusammengefasst. Die Originalzitate aus den Kriminalromanen sind im Text kursiv gedruckt. In einer Skala von 1 bis 5 werden die Spaziergänge ihrem Schwierigkeitsgrad nach eingeteilt. 1 heißt leichter Spaziergang, 5 anspruchsvoller Spaziergang. Das Buch ist in drei Kapitel eingeteilt, die durch je einen Fotoessay abgetrennt sind. Das erste Kapitel umfasst vier Spaziergänge im Emmental, das zweite vier im Berner Oberland und das dritte einen Mordsspaziergang durch die Stadt Bern sowie drei Spaziergänge im Seeland.


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Website zum Buch «Mordsspaziergänge»
2001 © Website Regula Späni | © Fotos Willi Brand